Donnerstag, 15. Mai 2014

La Paz - Copacabana (Lago de Titicaca) - La Paz - Rurrenabaque

Hurra, endlich wiederr in den schönen, warmen Tropen mit den vielen, vielen Moskitos, die mein Blut sehr lieben. Mir egal, hauptsache warm, tags wie nachts! Rurrenabaque ist ein ziemlich kleines bolivianisches Nest an den Ufern des recht großens und schlammigen Rio Beni gelegen. Der Geograph spricht hier auch schon von der Amozonas-Ebene und das Biologenherz in mir freut sich auch schon auf die ganzen verschiedenen Geschöpfe, die ich hoffentlich alle zu Gesicht bekommen werde; na ja, zumindest ein Paar von ihnen.

La Paz und Titicaca waren grandios, allerdings war ich trotz aller Schönheit der kalten Nächte durchaus überdrüssig und die Anden sehen mich auf dieser Reise nicht mehr, denn den Regenwald finde ich nach wie vor reizvoller. Alölerdings waren die 415 Km von La Paz hierher ein einziges Desaster. Nachdem ich La Paz gegen 10:00 morgens verlassen habe, musste ich nach bereits 70 Km feststellen, dass die Straße Richtung Norden wegen Bauarbeiten jeden Tag zwischen 7:00 morgens und 17:00 gesperrt ist. Hervorragend, gleich mal schön 4 Stunden in der Hitze stehen und ausharren. Als die Pforten dann geöffnet wurden, war schnell klar, warum gebaut wurde. Schlimmer kann eine Straße (Bundesstraße wohlgemerkt!) kaum sein. Ich könnte jetzt in epischer Breite von den katastrophalen Ereignissen der Fahrt berichten, belasse es aber bei den Fakten: Für die genannte Distanz habe ich insgesamt 14h benötigt, 200 Km waren jedoch schon fertiggestellt, also gut in Schuss. Man kann sich also recht einfach ausrechnen, wie "schnell" ich auf der restlichen Strecke war....

So genuig für heute, morgen gehts früh raus in den Nationalpark, Tierchen suchen

So sieht er aus, der Titicacasee. Ich weiß noch, dass meine Vorstellung des Sees als Kind irgendwie abenteuerlicher war und das dort wilde Tiere und Menschen leben. Tiere habe ich kaum gesehen und die Menschen dort sind wohl eher als träge zu bezeichnen...

 Einen Rgenebogen, der sich sogar am Land abzeichnet habe ich noch jie vorher zu Gesicht bekommen. Für den Ausflug auf die Isla del Sol war der Regen unwillkommen, verspricht der Name doch eher anderes Wetter

An der dritten, gleichwohl absurden Zahlstelle auf der Insel mit Billy, einem ziemlich chaotischen wie auch witzigen Dauerreisenden aus England

In Köln könnte man denken, man habe nach Karneval vergessen den Nubbes zu verbrennen. Der Grund der Puppe ist leider weniger lustig. Die Puppe ist stellvertretend für einen Dieb, welcher in dieser Ortschaft gelyncht wurde und soll als Mahnung dienen. Dieser hat, wie auf dem Schild zu lesen, Benzin gstohlen - krass!!!

 In diesem Schilfgürtel scheiterte mein letzter Versuch doch noch den riesigen Titicaca-Frosch zu sichten.

 Moloch la Paz....

Das sagenhafte Inkagold hatte ich mir auf jeden Fall pompöäser vorgestellt. Das dargestellte Kleidergold ist allerdings höchstens einen Nanometer dick. Andererseits wären natürlich auch zentimeterdicke Goldplatten bei der Fortbewegung  hindelich

 Die Schweinsgesichtpuschen aus dem 16.Jh. hätte ich gerne in meinen Besitz übergehen lassen.

Für drei Stunden mal wieder Lehrer sein. Zufällig traf ich in La Paz beim Mittagessen einen Englischlehrer, welcher mich fragte, ob ich nicht Lust hätte am Abend gast in seinen Englischklassen zu sein - ich hatte!

 In der 4-stündigen Warteschleife vor der Baustelle; noch mit guter Laune, was sich bald legen sollte.


Die beiden Winzlingschwestern sind mit absoluter Gewissheit die jüngsten Tramperinnen, welche ich je mitgenommen habe! Einen Schulbus gabs da wohl nicht und der Weg war wirklich weit!!

 Wie grausam die Straße in real war, kann mit vielleicht hier etwas erahnen??

Angekommen!!! Sonnenuntergang am Rio Beni

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen