Wenn ihr das lest, bin ich vermutlich
schon in Trinidad oder auch schon in Santa Cruz, aber in diesem Nest
von San Ignacio gibt es nun mal kein Internet – zumindest in meiner
bescheiden gehaltenen Unterkunft nicht – und da ich jetzt schon
wieder guter Dinge bin, das aber die letzten Tage keineswegs der Fall
war, möchte ich wegen der emotionalen Nähe, die Ereignisse der
letzten Tage nun schon schildern und nicht erst, wenn das Negative
bereits in weite Ferne gerückt ist.
Kaum nachdem ich dem schönen
Rurrenabarque den Rücken gekehrt habe fing es über Nacht, ich war
bereits in einer Kleinstadt namens San Borja angelangt anfangen zu
regnen als würde sich eine zweite Sintflut ankündigen. Der Regen
dauerte auch noch den ganzen Tag und die nächste Nacht an, so dass
ich wohl oder übel gezwungen war in San Borja für drei Tage
auszuharren, da ich gehört hatte, es sei um die Straße Richtung
Trinidad bei Nässe nicht gut bestellt. Wenn ich da schon gewusst
hätte was das bedeutet, ich wäre nicht losgefahren und schon gar
nicht optimistisch.
Die drei Tage des Wartens in einer an
Langweiligkeit kaum zu übertreffenden Kleinstadt waren schon kein
Traumurlaub, die Strecke nach Trinidad ein absolutes Fiasko. Wenn ich
vor etwa zwei Wochen von der schrecklichen Strecke von La Paz geredet
habe, so weiß ich jetzt: das war Kindergarten! Wenn die Geschichte
mit Australien im letzten Jahr nicht gewesen wäre, so würde dieser
Tag auf der Straße sicherlich unter den Topp-3 der schlimmsten Tage
meines Lebens rangieren.
Losgefahren zeitig um kurz vor neun
bildete sich aufgrund unterschiedlicher Fahrtgeschwindigkeiten ein
Convoy von sieben Fahrezeugen; angekommen davon sind drei. Meins war
nicht darunter, da ich mich ganz hinten befand und die anderen Fahrer
und ich bis Mitternacht damit beschäftigt waren die anderen Autos
freizuschaufeln. Teilweise sind sogar 4x4 liegengeblieben. Drei
Fahrzeuge haben dann schließlich nah beieinander die Schlammpiste
blockiert und final konnte ich dann mit dem Allradwagen zweier
Ingenieure immerhin bis in den Ort fahren und noch schlafen. Matthias
VW musste ich unfreiwillig im nächtlichen Nirgendwo abstellen, habe
dies allerdings heute für viel Geld von einem großen Allradtruck in
die Stadt bringen lassen. Selbiger Besitzer begleitet mich morgen
dann auch noch nach Trinidad, selbstredend für noch mehr Geld, doch
in bin froh überhaupt sicher dorthin gelangen zu können und von da
an gibts dann auf meiner geplanten Route nur noch Asphalt. Das ich
von oben bis unten völlig verschlammt war und geschaufelt habe, bis
die Blasen aufgeplatzt sind und die Handflächen geblutet haben, uns
zusätzlich die Moskitos bis zum Wahnsinn getrieben haben kam noch
als Bonus hinzu. Nie wieder diese Straße ohne Allrad!
Am traurigsten an diesem Tag für mich
die Tatsache, dass ich durch traumhafteste Natur gefahren bin mit
unzähligen Papageien in den Bäumen und Alligatoren in den Gewässer
zu beiden Seiten und mir das alles in Anbetracht der Situation völlig
egal war, da ich nach acht Stunden Fahrt nur eine Gedanken im Kopf
hatte; ich muss hier raus....
Nun, einen Tag später, bin ich nun in Trinidad, das Auto mittlerweile wieder repariert (der Ventilator war ausgefallen und die Spur eingestellt werden) und meine Laune ausgezeichnet. Die 80 Km nach Trinidad allerdings mal wieder abenteuerlich allerdings auch einmalig in seiner Schönheit, wie die Bilder zeigen werden.
Wie oben bereits erwähnt, bin ich mit mit einer ordentlichen Stange Geld heute auf Nummner Sicher gegangen und habe den 4x4 Truck nbebst Fahrer als Begletung angeheuert. Der Truck hatte allerdings bereits nach 55 Km einen Totalschaden und der überlste Teil der Strecke kam erst später. Mit einer ordentlichen Portion Glück hab ichs dann schließlich doch bis zum Fluß geschafft. Nach der Überfahrt wars easy; Asphalt fast wie bei uns!
Mit diesem Unwetter nahm das Unglück seinen Lauf. Blick aus meinem kläglichen Hotelzimmer, bzw. dessen Balkon in San Borja
So sah der gute VW (schon mit arretierten Abschleppseil) nach halber Stzrecke via San Ignacio aus; katastrophal. Im Hintergrund sieht man schon meinen Helfer der mich gerade nach dem beschriebenen Höllentrip zur Sicherheit begleitet...
...dann aber zwischendurch noch jemanden anders aus der Patsche (im wahrsten Sinne des Wortes) helfen muss
angelangt auf der rettenden Fähre kurz vor Trinidad. Der Vuvu vorher gewasche, aber schon wieder verdreckt. Allerdings längst nicht so schlimm wie vorher...
Schda, dass ich von San Ignacio keine Bilder gemascht habe, denn es war eigentlich ein ganz charmanter Ort, trotz der Armut dort. Hatte aber einfach nur das Weiterkommen nach Trinidad im Kopf.
Nun die Bilder der Fahrt, die ausschließlich vom Straßenrand aus gemacht wurden und auch nur an Zufallsstopps. Das heisst, bis auf das Faultier und das Wasserschwein, habe ich kein Tier von der Straße aus gesehen und ich habe nur sechs mal angehalten. Ich war absolut geflasht!!!
Die Qualität der Fotos lässt leider teils zu wünschen übrig; habe leider wirklich ordentlich Kamera.
Ein abosluter Glücksfall, dass dieses Braunkehl-Faultier tagsüber den Baum verlässt und dann auch noch die Straße überquert.
Ein Rotbugara-Pärchen. Leider war die Distanz groß und das Licht diffus, so dass man die Färbund kaum erkennen kann - schade!
Diesmal ein ausgewachsenes Wasserschwein (Cabybara)
ich weiß, kam auch schon: das Totenkopsäffchen
OK, kein lebendes Tier. Uuter der katastrophalen Flut vor drei Monaten haben auch heute noch Zuchtiere und auch wildlebende Tiere zu leiden. Hunderte von Kadavern säumen den Straßenrand. Habe selten so ausgehungerte Kühe gesehen wie in dieser Region obwohl schon wieder Gräser reichlich vorhanden sind. Kühe brauchen ungeheuer lange, um Gewicht aufzunehemen, da sie ohnehin den ganzen Tag fast ausschließlich fressen. Gräser enthalten nur geringe Mengen an verwertbaren Stoffen.
Auch Wiederholung. Brillenkaimane habe ich bei jedem Halt gesehen. Bedroht oder gefährdet sind die bestimmt nicht.
Unbekannter Greifvogel. Da es in Bolivien unzählige von diesen Vögeln gibt, hatte ich nicht die Muse zur Recherche
Der Bolivianische Brüllaffe kommt, wie der Name schon andeutet praktisch nur in Bolivien vor.
Da hab ich mich geärgert. kaum hatte ich angehalten, lies sich dieser Südamerikanische Fischotter an der Wasseroberfläche blicken, schaute in meine Richtung und drehte sich einmal um sich selbst. Als ich dann die Kamera endlich zu hand hatte. lies er sich nur noch einmal für eine Sekunde blicken - blödes Viech!
Zusätzlich habe ich auf der Fährüberfahrt noch Flussdelfine gesehen und vorher zig Papageien, Störche, Hyazintharas und und und gesehen. Meine Tierbegeisterung kam noch in keinem Land so auf ihre Kosten wie in Bolivien. Zoo beim Autofahren ist phantastisch!
So sah der gute VW (schon mit arretierten Abschleppseil) nach halber Stzrecke via San Ignacio aus; katastrophal. Im Hintergrund sieht man schon meinen Helfer der mich gerade nach dem beschriebenen Höllentrip zur Sicherheit begleitet...
...dann aber zwischendurch noch jemanden anders aus der Patsche (im wahrsten Sinne des Wortes) helfen muss
angelangt auf der rettenden Fähre kurz vor Trinidad. Der Vuvu vorher gewasche, aber schon wieder verdreckt. Allerdings längst nicht so schlimm wie vorher...
Schda, dass ich von San Ignacio keine Bilder gemascht habe, denn es war eigentlich ein ganz charmanter Ort, trotz der Armut dort. Hatte aber einfach nur das Weiterkommen nach Trinidad im Kopf.
Nun die Bilder der Fahrt, die ausschließlich vom Straßenrand aus gemacht wurden und auch nur an Zufallsstopps. Das heisst, bis auf das Faultier und das Wasserschwein, habe ich kein Tier von der Straße aus gesehen und ich habe nur sechs mal angehalten. Ich war absolut geflasht!!!
Die Qualität der Fotos lässt leider teils zu wünschen übrig; habe leider wirklich ordentlich Kamera.
Ein abosluter Glücksfall, dass dieses Braunkehl-Faultier tagsüber den Baum verlässt und dann auch noch die Straße überquert.
Ein Rotbugara-Pärchen. Leider war die Distanz groß und das Licht diffus, so dass man die Färbund kaum erkennen kann - schade!
Diesmal ein ausgewachsenes Wasserschwein (Cabybara)
ich weiß, kam auch schon: das Totenkopsäffchen
OK, kein lebendes Tier. Uuter der katastrophalen Flut vor drei Monaten haben auch heute noch Zuchtiere und auch wildlebende Tiere zu leiden. Hunderte von Kadavern säumen den Straßenrand. Habe selten so ausgehungerte Kühe gesehen wie in dieser Region obwohl schon wieder Gräser reichlich vorhanden sind. Kühe brauchen ungeheuer lange, um Gewicht aufzunehemen, da sie ohnehin den ganzen Tag fast ausschließlich fressen. Gräser enthalten nur geringe Mengen an verwertbaren Stoffen.
Auch Wiederholung. Brillenkaimane habe ich bei jedem Halt gesehen. Bedroht oder gefährdet sind die bestimmt nicht.
Unbekannter Greifvogel. Da es in Bolivien unzählige von diesen Vögeln gibt, hatte ich nicht die Muse zur Recherche
Der Bolivianische Brüllaffe kommt, wie der Name schon andeutet praktisch nur in Bolivien vor.
Da hab ich mich geärgert. kaum hatte ich angehalten, lies sich dieser Südamerikanische Fischotter an der Wasseroberfläche blicken, schaute in meine Richtung und drehte sich einmal um sich selbst. Als ich dann die Kamera endlich zu hand hatte. lies er sich nur noch einmal für eine Sekunde blicken - blödes Viech!
Zusätzlich habe ich auf der Fährüberfahrt noch Flussdelfine gesehen und vorher zig Papageien, Störche, Hyazintharas und und und gesehen. Meine Tierbegeisterung kam noch in keinem Land so auf ihre Kosten wie in Bolivien. Zoo beim Autofahren ist phantastisch!

























































