Bin immer noch im Norden von Argentinien mit Matthias, der über Ostern für fünf Tage Schulfrei hat. Diese Region des Landes, darüber sind wir uns nach drei gemeinsaen Tagen einig, ist eines der attraktivsten Reiseziele, die wir beide bisher kennengelernt haben und auch Matthias ist schon ganz schön rumgekommen. Der einzige Minusfaktor ist der fehelnde Meerzugang, der aber durch die Vielseitigkeit der Landschaft - von kargen Hochgebirgsregionen, klaren Seen und Flüssen und subtropischen Regenwäldern gibt es hier reichlich - beinahe ausgeglichen werden kann.
Gerade, es ist Samstag Mittag, sitzen wir in einem winzigen Kaff am Rande der Berge; Matthias korrigiert und ich schreibe Blog.
Wir schwitzen beide in der Sonne, bei reichlich cafe con leche. Wenngleich der Herr Lehrer unentwegt den Rotstift über die Klausurseitenränder tanzen lässt, kommen am Ende fast immer nur gute Noten heraus. Ich denke, er benotet zu wohlwollend, zumal ich bei zufälligem Gegenlesen einer Klausur Schwierigkeiten hatte überhaupt irgendetwas zu verstehen. Abar man kann ja schließlich auch nicht nur Fünfen und Sechsen verteilen.
Seit dem letzten Eintrag habe ich bzw. haben wir etwa 2000 km mit dem nun so ziemlich schmutzigstem Auto des Landes, zurückgelegt und hatten dabei ausschließlich gute Laune, da auch unsere tägliche Planlosigkeit immer Überraschungen bereithielt und fast perfekte Tage daraus resultierten. Nach dem Schreiben und der Korrektur, wirds wieder speziell - zwei absolute Pferdenieten schicken sich an in landestypischer Goucho-Marnier auf Pferdesrücken die nahen Berge zu erkunden.
Mit einem Tramper im Auto gings von der Weinhauptstadt des Nordens Cafayate nach der Regionshauptstadt Salta, wo Matthias am Abend landen würde. Auf der Strecke befand sich dann der "Obelisk, der so gar nicht in die Landschaft passt.
Wenig später am "Schlund des Teufels" interessierte mich weniger die Felsformation, als das Tütchen des Touristenbusfahrers: Kokablätter. Gerne war der sympathische Herr bereit, mich am Beutelinhalt partizipieren zu lassen, doch statt des ehofften Energieschubs durch Kauen, erwartete mich lediglich ein widerlich bitterer Geschmack, auch blieben Glücksgefühlee aus. Direkt nach Verlassen des Parkplatzes habe ich die zekaute Blattmasse auf den Asphalt gespuckt.
Auf dem Weg in die Anden wollten Matthias und ich einen Aussichtshügel erklimmen. Was vom Weiten noch wie eine Hängebrücke aussah, kann eigentlich kaum überhaupt als Brücke bezeichnet werden. Wenngleich schwindelfrei, war mir dieses Unterfangen wegen der hier nicht erkennbaren Tiefe der Schlucht dann doch zu heikel. Mit wackeligen Knien bin ich nach wenigen Metern mit Herzklopfen umgedreht..
Das erste Lama, die domestizierte Form des Guanackos, welches ich auf dem Trip zu Gesicht bekommen habe, Wenig später konnte ich in San Antonio des los Cobres nicht wiederstehen, einen seiner Geschwister in Form eines Lamaeintopfs zu probieren. Empfehlenswert!!
Auf dieser Höhe wurde uns die Luft schon ganz schön dünne, allerdings lagen die Temperaturen immer noch im T-Shirt-Bereich. Nach Besichtigungs des Viadukts des "Tren a las nubes" konnten wir die Thermen, welche sich in noch größerer Höhe befinden sollen, leider nicht finden. Allerdings haben wir die Suche nach über 100 km Schotterpiste auch ziemlich schnell aufgegeben.
Trage später Bilder nach, jetzt rufen die Mustangs!!!
Schlechte Internetverbindungen sind wirklich das Allerletzte, zumindest wenn man meint das Netz dringend zu benötigen. So dringend war es jetzt nicht für mich, aber den Eintrag wollte ich doch beenden und das ist jetzt schon der dritte Anlauf.
Es ist nun schon Sonntag abends und Matthias dürfte schon wieder in Bueonos Aires sein und weiter korrigieren und ich hoffre er kommt voran. Die vier Tage gemeinsam im Norden waren absolut cool und haben Spaß gemacht, wir haben allerfdings auch ein straffes Programm hingelegt: Hochgebirge, Thermen, Nationalpark, Rafting, Ausritt usw. - langweilig war uns nicht, eher die Tage zu kurz, denn aufgrund so mancher katastrophaler Schotterpiste, saßen wir auch reichlich im Auto,
Befinde mich selbst nun im schönen Städchen Libertador General San Martin, in welchem ich bei Ankunft das erste Mal auf dieser Reise ernsthaft überlegt habe, ob es sinnvoll ist hier zu übernachten, so abgerockt, arm und kriminell sieht es hier aus. Da ich allerdings den Nationalpark Callilegua unbedingt morgen besuchen möchte und nicht im Auto übernachten will, blieb mir keine andere Wahl als hier heute zu nächtigen, Das Hotel ist, wie zu erwarten, eine ziemliche Bruchbude, hat dafür aber sehr nettes Personal (eigentlich nur eine Person), ist preiswert & sauber, zentral gelegen und hat schnelles Wi-Fi. Für eine Nacht geht das auf jeden Fall in Ordnung
Das Bild ist zu 100% meiner lieben Freundin Meike gewidmet, die mir unlängst mitteilte, dass das kürzlich gepostete Foto der Vogelspinne so ziemlich das ekelhasteste Bild war, was man sich vorstellen kann. Um dir zu zeigen, dass es sich bei Vogelspinnen um absolut ungefährliche und hübsche Lebewesen handelt, habe ich meinen eigenen Respekt überwunden und sie für diesen persönlichen Ostergruß geschnappt, damit sie dir winken kann Frohe Ostern!
Dämmerung und eine große Distanz versauen die Bildqualität. Leider versagte zusätzlich von meiner besseren Kamera die Batterie. Egal, dass dies hier ein Tukan (Riesentukan) ist, erkennt man hoffentlich. Gemäß Wikipädia kommt dieser Vogel allerings da wo wir ihn und zig seiner Geschwister entdeckt haben (NP El Rey), überhaupt nicht vor. Sonderbar!
Nationalparke gefallen Matthias mal um Längen weniger als das Abhängen im Thermalbad. Und wenn ich ehrlich bin, verhielt es sich bei mir ebenso!
Da freut er sich noch; ein schönes Foto mit einem imposanten Katus. Was Matthias hier noch nicht ahnt ist, dass er mit seinem linken Fuß in einem Ameisenhaufen steht. Kurze Zeit später fing er dann an zu tanzen. Besonders mitfühlend war ich nicht, denn mir war am Vortag in anderer Situation selbiges passiert und Matthias zeigte ebenfalls nur ein geringes Maß an Empathie.

Wenn ich vor etwa 35 Jahren mit dem Reiten begonnen hätte, wäre ich vermutlich selbst im Besitz eines Pferdes und würde ständig Reiturlaube machen. So ist es aber nicht und auch dieses Pferd hat absolut nicht das gemacht, was ich wollte, sondern umgekehrt. Ich werds wohl nicht mehr lernen!!
Gerade, es ist Samstag Mittag, sitzen wir in einem winzigen Kaff am Rande der Berge; Matthias korrigiert und ich schreibe Blog.
Wir schwitzen beide in der Sonne, bei reichlich cafe con leche. Wenngleich der Herr Lehrer unentwegt den Rotstift über die Klausurseitenränder tanzen lässt, kommen am Ende fast immer nur gute Noten heraus. Ich denke, er benotet zu wohlwollend, zumal ich bei zufälligem Gegenlesen einer Klausur Schwierigkeiten hatte überhaupt irgendetwas zu verstehen. Abar man kann ja schließlich auch nicht nur Fünfen und Sechsen verteilen.
Seit dem letzten Eintrag habe ich bzw. haben wir etwa 2000 km mit dem nun so ziemlich schmutzigstem Auto des Landes, zurückgelegt und hatten dabei ausschließlich gute Laune, da auch unsere tägliche Planlosigkeit immer Überraschungen bereithielt und fast perfekte Tage daraus resultierten. Nach dem Schreiben und der Korrektur, wirds wieder speziell - zwei absolute Pferdenieten schicken sich an in landestypischer Goucho-Marnier auf Pferdesrücken die nahen Berge zu erkunden.
Mit einem Tramper im Auto gings von der Weinhauptstadt des Nordens Cafayate nach der Regionshauptstadt Salta, wo Matthias am Abend landen würde. Auf der Strecke befand sich dann der "Obelisk, der so gar nicht in die Landschaft passt.
Wenig später am "Schlund des Teufels" interessierte mich weniger die Felsformation, als das Tütchen des Touristenbusfahrers: Kokablätter. Gerne war der sympathische Herr bereit, mich am Beutelinhalt partizipieren zu lassen, doch statt des ehofften Energieschubs durch Kauen, erwartete mich lediglich ein widerlich bitterer Geschmack, auch blieben Glücksgefühlee aus. Direkt nach Verlassen des Parkplatzes habe ich die zekaute Blattmasse auf den Asphalt gespuckt.
Auf dem Weg in die Anden wollten Matthias und ich einen Aussichtshügel erklimmen. Was vom Weiten noch wie eine Hängebrücke aussah, kann eigentlich kaum überhaupt als Brücke bezeichnet werden. Wenngleich schwindelfrei, war mir dieses Unterfangen wegen der hier nicht erkennbaren Tiefe der Schlucht dann doch zu heikel. Mit wackeligen Knien bin ich nach wenigen Metern mit Herzklopfen umgedreht..
Das erste Lama, die domestizierte Form des Guanackos, welches ich auf dem Trip zu Gesicht bekommen habe, Wenig später konnte ich in San Antonio des los Cobres nicht wiederstehen, einen seiner Geschwister in Form eines Lamaeintopfs zu probieren. Empfehlenswert!!
Auf dieser Höhe wurde uns die Luft schon ganz schön dünne, allerdings lagen die Temperaturen immer noch im T-Shirt-Bereich. Nach Besichtigungs des Viadukts des "Tren a las nubes" konnten wir die Thermen, welche sich in noch größerer Höhe befinden sollen, leider nicht finden. Allerdings haben wir die Suche nach über 100 km Schotterpiste auch ziemlich schnell aufgegeben.
Trage später Bilder nach, jetzt rufen die Mustangs!!!
Schlechte Internetverbindungen sind wirklich das Allerletzte, zumindest wenn man meint das Netz dringend zu benötigen. So dringend war es jetzt nicht für mich, aber den Eintrag wollte ich doch beenden und das ist jetzt schon der dritte Anlauf.
Es ist nun schon Sonntag abends und Matthias dürfte schon wieder in Bueonos Aires sein und weiter korrigieren und ich hoffre er kommt voran. Die vier Tage gemeinsam im Norden waren absolut cool und haben Spaß gemacht, wir haben allerfdings auch ein straffes Programm hingelegt: Hochgebirge, Thermen, Nationalpark, Rafting, Ausritt usw. - langweilig war uns nicht, eher die Tage zu kurz, denn aufgrund so mancher katastrophaler Schotterpiste, saßen wir auch reichlich im Auto,
Befinde mich selbst nun im schönen Städchen Libertador General San Martin, in welchem ich bei Ankunft das erste Mal auf dieser Reise ernsthaft überlegt habe, ob es sinnvoll ist hier zu übernachten, so abgerockt, arm und kriminell sieht es hier aus. Da ich allerdings den Nationalpark Callilegua unbedingt morgen besuchen möchte und nicht im Auto übernachten will, blieb mir keine andere Wahl als hier heute zu nächtigen, Das Hotel ist, wie zu erwarten, eine ziemliche Bruchbude, hat dafür aber sehr nettes Personal (eigentlich nur eine Person), ist preiswert & sauber, zentral gelegen und hat schnelles Wi-Fi. Für eine Nacht geht das auf jeden Fall in Ordnung
Das Bild ist zu 100% meiner lieben Freundin Meike gewidmet, die mir unlängst mitteilte, dass das kürzlich gepostete Foto der Vogelspinne so ziemlich das ekelhasteste Bild war, was man sich vorstellen kann. Um dir zu zeigen, dass es sich bei Vogelspinnen um absolut ungefährliche und hübsche Lebewesen handelt, habe ich meinen eigenen Respekt überwunden und sie für diesen persönlichen Ostergruß geschnappt, damit sie dir winken kann Frohe Ostern!
Dämmerung und eine große Distanz versauen die Bildqualität. Leider versagte zusätzlich von meiner besseren Kamera die Batterie. Egal, dass dies hier ein Tukan (Riesentukan) ist, erkennt man hoffentlich. Gemäß Wikipädia kommt dieser Vogel allerings da wo wir ihn und zig seiner Geschwister entdeckt haben (NP El Rey), überhaupt nicht vor. Sonderbar!
Nationalparke gefallen Matthias mal um Längen weniger als das Abhängen im Thermalbad. Und wenn ich ehrlich bin, verhielt es sich bei mir ebenso!Da freut er sich noch; ein schönes Foto mit einem imposanten Katus. Was Matthias hier noch nicht ahnt ist, dass er mit seinem linken Fuß in einem Ameisenhaufen steht. Kurze Zeit später fing er dann an zu tanzen. Besonders mitfühlend war ich nicht, denn mir war am Vortag in anderer Situation selbiges passiert und Matthias zeigte ebenfalls nur ein geringes Maß an Empathie.

Wenn ich vor etwa 35 Jahren mit dem Reiten begonnen hätte, wäre ich vermutlich selbst im Besitz eines Pferdes und würde ständig Reiturlaube machen. So ist es aber nicht und auch dieses Pferd hat absolut nicht das gemacht, was ich wollte, sondern umgekehrt. Ich werds wohl nicht mehr lernen!!










Hi Oli, super Ostergruß :) Lea ist sich jetzt noch am schütteln... Und als nächstes erzählst du uns sicher das "Neuste" von Hanni & Nanni auf dem Reiterhof... also machet juut und weiterhin ne super Zeit in América del Sur
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