Hänge nun schon seit vier Tagen in Tarija ab, eine kleineren Großstadt im südlichen Teil Boliviens und wenngleich ich hier auch keine phantastischen Abenteuer erlebe, lässt es sich doch dort ganz gut aushalten, denn die Menschen sind gastfreundlich, das Hotel ordentlich und das Leben ziemlich preiswert. Außerdem will ich, bevoer ich mich zum Rundtrip aufmache, verbindlich in Erfahrung gebracht haben, wo ich als Ausländer Benzin bekomme, denn das ist wie ich schon bemerkt habe nicht ganz einfach, da der Sprit staatlich subventioniert wird (38ct/l!!) und daran sollen die Touristen verständlicherweise nicht partizipieren. Aber tanken muss man ja dann doch schließlich auch als motorisierter Landesgast, obwohl es andererseits vermutlich auch nicht sehr kostspieleig wäre sich von Einheimischen durchs Land schieben zu lassen, nur eben langsamer!
Dass ich üebrhaupt noch einmal versucht habe, Argentiniens Grenze mit Mattias VW zu überqueren, habe ich eigentlich auch nur einer zufälligen Begegnung zu verdanken. Nachdem ich Matthias letzten Sonntag in Salta zum Flughafen gebracht habe, bin ich gleich in den so ziemlich nördlichsten Zipfel Argentiniens gefahren, da es dort recht vielversprechende Nationalparke gibt und ich mal wieder im Dickicht rumlaufen wollte. Zunächst verschlug es mich nach Libertador General San Martin, da diese Stadt sich mehr oder weniger direkt vor den Toren des Parque National Calilegua befindet. Die Stadt ist ein einziger Alptraum; dreckig, verwahrlost, arm, jedoch daher auch echt billig. Da billig allerdings auch nicht alles ist, habe ich mich nach dem Besuch des Parks auch schnell wieder "verpisst" und bin in die nächste Stadt, San Ramon de la Nueva Oran, kurz Oran, gefahren. um mich dort über die Anfahrt in einen anderen Nationalpark zu informieren.
Über eine sonderliche Gesprächskette landete ich schließlich in einem Cafe und hatte dort ein Treffen mit einem wirklich, die Geographie seiner Gegend betreffend, superfitten älteren Herrn. Ums kurz zu machen. er riet mir es doch einfach nochmal an der Grenze zu probieren, da Bolivien ein ganz wundervolles Land sei, und wenn es nicht klappen sollte mit der Einreise, könne ich ja zurückkehren und man würde abends gemeinsam Essen und sich einen hinter die Binde Kippen. Der Vorschlag klang sinnvoll und so bin ich heute hier wo ich bin. Und nebenbei bemerkt: Bolivien ist, so ist zumindest jetzt noch mein Eindruck, ein absolut schönes Land!!
Das ist Miguel. der schlechteste selbsternannte Touristenguide der mir je begegnet ist; gleichzeitig auch arbeitend an der Rezeption meines Hotel in San Martin, dem Drechsloch (auch das Hotel). Ich will ihm jetzt nicht Unrecht tun, da er wirklich zuvorkommend war, aber dass die von ihm erhobene Tagesgage von 300 Argentinischen Peso (offiziell getauscht etwa 27,-€) als Guide im Nationalpark nicht im Entferntesten gerechtfertigt ist wurde mir spätestens klar, als er mir nicht einmal den Namen des in Südamerika am weit verbreitetsten Greifvogels nennen konnte, sondern nur "aguila" (Adler) stammelte. Deswegen sind wir dann auch nur über den Markt gechlendert und ich bin mit 100 peso davongekommen, was auch schon üppig bemessen war.
Deswegen bin ich dann auch allein in den Nationalpark. auch in derHoffnung einen Tapir zu sehen. Aber auch bei meinem fünften Tapirfindungsnationalparkbesuch, konnte ich wieder nur seine Spuren im Sand finden. Blöde nachaktive Tapire!!
Auch Ameisenbär, Jaguarundi, Riesenotter und Jaguar: Fehlanzeige. Stattdessen zu meiner großen Freude zwei hübsche Schlangen: einmal Neuwied's Lanzenotter, eine ziemliche giftige Grubenotter, welche ich natürlich gleich wieder fangen musste. Irgendwann mal beisst mich eins von den Viechern und dann guck ich blöd, aber vorher lern ichs glaub ich nicht mehr...
und keine zwei Meter von der Lanzenotter entfernt, schwamm dann diese, vermutlich zu den Korallenottern gehörende Schlange in einem Wasserloch rum.
Die Bildqualität ist scheiße, ich weiß. Doch den erhebenden Augenblick in wenigen Metern auf der Brücke Bolivien erreicht zu haben, wollte ich trotz Gruselwetters bildlich festgehalten wissen.Den Grenzübetritt musste ich mir aber mit ziemlich viel Schweiß und auch Blut erkaufen. Bis ich endlich alle Stempel hatte, hatte ich an fünf Stationen anzuhalten und an jeder dieser Stationen warteten Zöllner und unzählige mosquitos negro auf mich. Nicht übertrieben, ich hatte mindestens 100 Stiche von diesen winzigen und überflüssigen Krankheitüberträgern an den Beinen!

Und das ist sie also, meine nette, kleine langweilige Großstadt Tarija mit ihrer kleinen Kathedrale.

Hier scheinen die Stadtväter Erfindergeist beweisen zu wollen; wenn wir schon keine Metropole sind, dann tun wir zumindest so und machen aus ner popeligen zweispurigen Strasse mal eben ne siebenspurige. Wohlgemerkt in jede Richtung! Die Spur zu halten versetzt den Autofahrer indes in gewisse Schwierigkeiten, allerdings so viele gibts davon, wie das Foto belegt, ja auch nicht davon,
Über den Wolken. Beim Anblick der Kreuze im Zusammenhang mit der Qualität der Straße, war mir nicht sehr wohl zumute. Aus ungeklärter Ursache ist hier in etwa 4000m Höhe ein Bus vor 10 Jahren von der Fahrbahn abgekommen und in die Tiefe gerutscht. Noch heute ist die Kondorpopulation ziemlich gesund in dieser Region...
Vielleicht kennt der eine oder andere noch die Episode von Jim Knopf mit dem Scheinriesen Herrn Turrturr, der, je weiter man von ihm entfernt war, immer größer erschien. Das selbe Phänomen gibt es wirklich und zwar bei dieser Kirche. Auf meinem Touri-Flyer hatte die Kirche scheinbar beinahe Kölner Dom Ausmaße, in der Realität passt sie vermutlich in einen Bulli.
Was soll ich sagen; irgendwelche Fotots will man ja schließlich auch von sich haben und da ich ja alleine bin, bleibt nur der Selbstauslöser.
Die losfliegenden Flamingos waren auch heute wieder einer der Momente an denen ich dachte, dass ich immer noch nicht so richtig die Nase voll habe vom Reisen, sondern immer noch Lust auf "Mehr" habe.
Dass ich üebrhaupt noch einmal versucht habe, Argentiniens Grenze mit Mattias VW zu überqueren, habe ich eigentlich auch nur einer zufälligen Begegnung zu verdanken. Nachdem ich Matthias letzten Sonntag in Salta zum Flughafen gebracht habe, bin ich gleich in den so ziemlich nördlichsten Zipfel Argentiniens gefahren, da es dort recht vielversprechende Nationalparke gibt und ich mal wieder im Dickicht rumlaufen wollte. Zunächst verschlug es mich nach Libertador General San Martin, da diese Stadt sich mehr oder weniger direkt vor den Toren des Parque National Calilegua befindet. Die Stadt ist ein einziger Alptraum; dreckig, verwahrlost, arm, jedoch daher auch echt billig. Da billig allerdings auch nicht alles ist, habe ich mich nach dem Besuch des Parks auch schnell wieder "verpisst" und bin in die nächste Stadt, San Ramon de la Nueva Oran, kurz Oran, gefahren. um mich dort über die Anfahrt in einen anderen Nationalpark zu informieren.
Über eine sonderliche Gesprächskette landete ich schließlich in einem Cafe und hatte dort ein Treffen mit einem wirklich, die Geographie seiner Gegend betreffend, superfitten älteren Herrn. Ums kurz zu machen. er riet mir es doch einfach nochmal an der Grenze zu probieren, da Bolivien ein ganz wundervolles Land sei, und wenn es nicht klappen sollte mit der Einreise, könne ich ja zurückkehren und man würde abends gemeinsam Essen und sich einen hinter die Binde Kippen. Der Vorschlag klang sinnvoll und so bin ich heute hier wo ich bin. Und nebenbei bemerkt: Bolivien ist, so ist zumindest jetzt noch mein Eindruck, ein absolut schönes Land!!
Das ist Miguel. der schlechteste selbsternannte Touristenguide der mir je begegnet ist; gleichzeitig auch arbeitend an der Rezeption meines Hotel in San Martin, dem Drechsloch (auch das Hotel). Ich will ihm jetzt nicht Unrecht tun, da er wirklich zuvorkommend war, aber dass die von ihm erhobene Tagesgage von 300 Argentinischen Peso (offiziell getauscht etwa 27,-€) als Guide im Nationalpark nicht im Entferntesten gerechtfertigt ist wurde mir spätestens klar, als er mir nicht einmal den Namen des in Südamerika am weit verbreitetsten Greifvogels nennen konnte, sondern nur "aguila" (Adler) stammelte. Deswegen sind wir dann auch nur über den Markt gechlendert und ich bin mit 100 peso davongekommen, was auch schon üppig bemessen war.
Deswegen bin ich dann auch allein in den Nationalpark. auch in derHoffnung einen Tapir zu sehen. Aber auch bei meinem fünften Tapirfindungsnationalparkbesuch, konnte ich wieder nur seine Spuren im Sand finden. Blöde nachaktive Tapire!!
Auch Ameisenbär, Jaguarundi, Riesenotter und Jaguar: Fehlanzeige. Stattdessen zu meiner großen Freude zwei hübsche Schlangen: einmal Neuwied's Lanzenotter, eine ziemliche giftige Grubenotter, welche ich natürlich gleich wieder fangen musste. Irgendwann mal beisst mich eins von den Viechern und dann guck ich blöd, aber vorher lern ichs glaub ich nicht mehr...und keine zwei Meter von der Lanzenotter entfernt, schwamm dann diese, vermutlich zu den Korallenottern gehörende Schlange in einem Wasserloch rum.
Die Bildqualität ist scheiße, ich weiß. Doch den erhebenden Augenblick in wenigen Metern auf der Brücke Bolivien erreicht zu haben, wollte ich trotz Gruselwetters bildlich festgehalten wissen.Den Grenzübetritt musste ich mir aber mit ziemlich viel Schweiß und auch Blut erkaufen. Bis ich endlich alle Stempel hatte, hatte ich an fünf Stationen anzuhalten und an jeder dieser Stationen warteten Zöllner und unzählige mosquitos negro auf mich. Nicht übertrieben, ich hatte mindestens 100 Stiche von diesen winzigen und überflüssigen Krankheitüberträgern an den Beinen!
Und das ist sie also, meine nette, kleine langweilige Großstadt Tarija mit ihrer kleinen Kathedrale.
Hier scheinen die Stadtväter Erfindergeist beweisen zu wollen; wenn wir schon keine Metropole sind, dann tun wir zumindest so und machen aus ner popeligen zweispurigen Strasse mal eben ne siebenspurige. Wohlgemerkt in jede Richtung! Die Spur zu halten versetzt den Autofahrer indes in gewisse Schwierigkeiten, allerdings so viele gibts davon, wie das Foto belegt, ja auch nicht davon,
Über den Wolken. Beim Anblick der Kreuze im Zusammenhang mit der Qualität der Straße, war mir nicht sehr wohl zumute. Aus ungeklärter Ursache ist hier in etwa 4000m Höhe ein Bus vor 10 Jahren von der Fahrbahn abgekommen und in die Tiefe gerutscht. Noch heute ist die Kondorpopulation ziemlich gesund in dieser Region...
Vielleicht kennt der eine oder andere noch die Episode von Jim Knopf mit dem Scheinriesen Herrn Turrturr, der, je weiter man von ihm entfernt war, immer größer erschien. Das selbe Phänomen gibt es wirklich und zwar bei dieser Kirche. Auf meinem Touri-Flyer hatte die Kirche scheinbar beinahe Kölner Dom Ausmaße, in der Realität passt sie vermutlich in einen Bulli.
Was soll ich sagen; irgendwelche Fotots will man ja schließlich auch von sich haben und da ich ja alleine bin, bleibt nur der Selbstauslöser.
Die losfliegenden Flamingos waren auch heute wieder einer der Momente an denen ich dachte, dass ich immer noch nicht so richtig die Nase voll habe vom Reisen, sondern immer noch Lust auf "Mehr" habe.








































