War jetzt für eine Woche unterwegs; drei Tage im Dschunbgel und danach drei Tage in der Feuchtpampa (Überschwemmungsland). Beide Touren waren bis auf Kleinigkeiten sensationell, bis auf die Moskitos, welche mich trotz Repellents kurz und klein gestochen haben. Bisher noch keine Anzeichen von Dengue-Fieber, also alles OK; die Beine sehen allerdings ziemlich ramponiert aus. Hänge im Moment noch in Rurrenabaque ab. mit Maxime, einem Franzosen mit dem ich die Dschungeltour gemacht habe. Obwohl ich keine Lust habe mich gleich ins Auto zu setzen, werde ich wohl in den nächsten Stunden nach Trinidad fahren - 10 Stunden für 300 Km, sofern die Straße überhaupt wieder frei ist von den Überschwemmungen. Voy a ver!
Stunden später und ich habe mal gerade 150 Km bis nach San Borja geschaftt. Die Straße ist natürlich noch nicht befahrbar, doch die Menschen hier sind optimistisch, dass ich morgen weiterfahren kann, sofern es nicht wieder regnet in dieser Nacht. Hoffentlich nicht!!!
Das Hotel ist OK und ich habe Internet, könnte also alles deutlich schlimmer sein....
Welche Tour anhand der Fotos die bessere war könnt ihr vielleicht anhand der Bilder entscheiden!
Hier zunächst Madidi:
Das die "Dünnschlange" dünn ist stimmt wohl. besonders einfallsreich ist der deutsche Name dennoch nicht gewählt. Parrot-Snake, wie im englischsprachigen Raum genannt, ist da schon cooler
Brillenkaimanwinzling war die Belohnung für stundenlanges Rudern auf dem See. Die ausgewachsenenen Tiee waren pfiffig genug bei unserer Annäherung rechtzeitig abzutauchen
Unbekannter Baumfrosch: es gibt einfach zu viele Amphibien auf der Welt, um auch nur einen Bruchteil zu kennen.
Ein Winzling!! Dieser Glazschenkel-Bausmsteigerfrosch ist ein ungiftiger naher Verwandter der Pfeilgiftfrösche. Manchmal werden diese Frösche auch als Raketenfrösche bezeichnet. Warum weiß ich zwar nicht, aber der Name gefällt mir gut.
Aufgrund der doch recht regelmäßig im Reservat eintrudelnden Touristen ist die dort lebende Sippe der Schwarzgesichtklammeraffen wenig scheu. Dieses freche Weibchen ist mir sogar auf den Kopf geklättert, hat gefiept und mich dann angepingelt. Meine Begeisterung darüber hielt sich in Grenzen.
Nicht die erste Vogelspinne auf dieser Tour und auch nicht die kleinste!
Über die Sichtung einer ausgewachsenen Regenbogenboa freut sich der Würgeschlangenfreund. Die Schlange eher weniger, denn wie es so meine Art ist musste ich sie gleich packen. Mehrfache Beissversuche in meine Jeans zeugten doch von erheblichen Unmut dieser schönen Schlange.
Doofe Waldschildkröte. Owohl wir sowohl gewartet haben und ich nicht gerade sanft versucht habe, das Tier aus dem Pazer zu ziehen; es war nichts zu machen
Warum dieses meugierige Tapiweibchen morgens regelmäßig unsere Hausbesucherin war ist mit ein Rätsel

Wasserschweinbaby auf der Suche nach seiner Mutter. Immerhin konnte sich das arme Tier bereits selbständig ernähren
Schöne Unterkunft in Madidi; um Längen komfortable als die Dreckshütte in der Pampa
Wiedersehen in Rurrre mit Jean-Pierre, welcher uns zur Begrüßung netterweise ein kühles Bierchen kredenzte
Und nun die Pampa:
Schäbiges Drecksloch in der Pampa
Flosse vom Bolivianischen Flussdelfin. Obwohl die Delfine bei unseren Bootstouren häufige Begleter waren, ein besseres Foto hab ich nicht hinbekommen
Brillenkaiman mal etwas größer. Dieses Reptil ist aber auch nur so gut zu fotografieren, weil es ständig angefüttert wird
Wiedersehen mit Maxime beim Bier - so schüchtern wie er auf dem Bild tut ist er Bei weitem nicht!
Würgeschlangenglücksfall No. 2: Wirklich eine Anakonda zu entdecken übertraf meine Erwartungen eindeutig!
Terekay-Schienenschildkröten beim gemeinsamen Sonnenbad
Bei unserer Angeltour. Warum die Piranhas gefürchtete Fische sind. kann man dem Bild ganz gut entnehmen. Angriffslustig gegenüber Menschen sind sie allerdings dennoch nicht. Angriffe wie vor einigen Monaten in Rosario / Argentinien. bei denen recht viele Menschen verletzt wurden. sind die Ausnahme. Als Speisefisch nur bedingt geeignet; ist einfach zu wenig dran.
Bolivianisches Totenkopfäffchen. Auch in diesem Falle hat das mit dem guten Foto nur geklappt, weil blöde Touristen die an sich scheuen Tiere mit Bananen zu füttern. Offensichtlich mögen alle Affen intuitiv diese Frucht, denn in der Pampa gibt es keine Bananenstauden
Jabiru; ein Strochenvogelgigant. Obwohl wir schon recht nah mit dem Boot bei dem Tier waren, hat es sich bei Jagen kaum stören lassen
Eine Gelbbrustarasippe in ihrem Baum. Aras sind phantastische Vögel. welche man immer nur mindestens zu zweit fliegen sieht. Im Unterschied zu uns Menschen bleiben Pärchen Zeit ihres Lebens zusammen und das sind immerhin ebenfalls mindestens 60 Jahre!!
Der Sonnenuntergang in der Pampa sticht. da konnte der Regenwald nicht mithalten. Wie auch, wenn die Freifläche zum Schauen fehlt.